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An einem Tisch

An einem Tisch

Jugendliche im ­Dialog mit Kid Pex 


Im Rahmen des Projekts „An einem Tisch“ brachte der Verein DIE BUNTEN im Jahr 2025 Wiener Jugendliche mit dem Rapper und Menschenrechtsaktivisten Kid Pex ins Gespräch. Ziel war es, einen offenen Raum für Diskussionen über Medieninhalte, Werte, Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung zu schaffen.

In drei unterschiedlichen Jugendgruppen – darunter eine reine Mädchengruppe der #futurefactory im Schulungszentrum Gasometer, eine überwiegend aus jungen Männern bestehende Gruppe des ZiB Trainings sowie eine unabhängige migrantische Studierendengruppe – setzten sich die Teilnehmer:innen intensiv mit Musikvideos des Künstlers auseinander. Analysiert wurden Bildsprache, Provokation, Symbolik und die Frage, wie sich künstlerische Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung zueinander verhalten.


Besonders lebhaft wurde über Widersprüche diskutiert:  

Wie passt provokanter Rap zu ­Menschenrechtsarbeit? 
Warum wirken manche Darstellungen aggressiv? 
Welche Rolle spielen persönliche Biografien? 

In der Mädchengruppe standen zudem Fragen zu Geschlechterbildern, Stereotypen und medialer Wirkung im Vordergrund. Beim ZiB Training wurden zusätzlich grundlegende Werte aus Herkunftsländern mit europäischen Wertvorstellungen verglichen und historische Hintergründe zu verwendeten Symbolen erklärt.

Mag. Christian Stöger
Auch Medienethik war Thema: Ein Beitrag des langjährigen ORF-Nahostkorrespondenten Mag. Christian Stöger in Form einer Videobotschaft regte Gespräche darüber an, was Ethik im Journalismus in Zeiten bedeutet, in denen soziale Medien wie TikTok und Instagram primäre Nachrichtenquellen für junge Menschen sind.

Den Abschluss des Projektes bildete eine öffentliche Diskussionsveranstaltung im Café Bellaria, bei der die von den Jugendlichen erarbeiteten Fragen direkt an Kid Pex gestellt wurden. Die Diskussion verlief offen und teilweise sehr kritisch. Rund 30 weitere Personen beteiligten sich über einen Livestream. Neben jungen Besucher:innen nahmen auch Vertreter:innen aus Kunst und Zivilgesellschaft teil, was den generationenübergreifenden Austausch stärkte. 

Das Projekt wurde mit Mitteln der Stadt Wien aus der Abteilung Integration und Diversität (MA 17) finanziell unterstützt.